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ein anderer Ansatz

DIE FÜßE

Die Füsse

Unsere Füsse bestehen jeweils aus 28 Knochen, die sich aus der Fußwurzel, dem Mittelfuß und den Zehengliedern zusammen setzen. Fußwurzel und Mittelfuß bilden dabei einen Bogen, auf dem das gesamte Körpergewicht lastet. Der Mittelfuß besteht aus fünf Knochen, den Mittelfußknochen. Die Zehen besitzen je drei Zehenglieder, bei der großen Zehe sind es nur zwei.

Gehalten wird der Fuß durch , 30 Muskeln und vielen Bändern. 72.000 Nervenenden laufen in den Fußsohlen zusammen. Muskeln, Bänder und Sehnen verwandeln die Knochen in einen aktiven Bewegungsapparat. Der gesunde Fuß besitzt drei Wölbungen. Sie werden von Bändern gehalten.

Durch Gehen mit zu festem Schuhwerk (Starre Sohlen, hoher Absatz, schmales Fußbett) oder auf starren Betonböden und Wegen des Alltags geben sie früher oder später nach. Hornhaut entsteht. Aber es führt auch zu:

Spreiz-, Knick-, Senk- und Plattfüssen; ohne die Auswirkungen auf das restliche Skelett und die Organe.

60% der Bundesbürger hat einen Spreizfuß. Werden die ersten Veränderungen nicht beachtet, kann das zum Knick-Senkfuß und schließlich zum Plattfuß führen. Muskeln und Sehnen übernehmen zusätzlich die Funktion von Polstern, welche die Füße vor den Auswirkungen durch starken Druck schützen sollen.

Hornhaut ist kein Zeichen für abgehärtete Füße, sondern ein Zeichen für verstärkten, unnatürlichen Druck - vor allem an Fersen und Ballen. Es gibt nur wenige Menschen, die wirklich gesunde Füße haben.


Hier die häufigsten Erkrankungen:

Spreizfuß


Das beginnt damit, dass der Querbogen einsinkt, das führt zu einer "gespreizten" Ballenpartie. Der Fuß ist breiter geworden. Durch die Verformung werden die Sehnen der Zehenbeuger und -strecker eingeklemmt. Das sind Schmerzen vergleichbar mit Messerstiche durch den ganzen Fuß.

Knickfuß

Etwa 60-70 % der Bundesbürger haben einen Knickfuß. Es beginnt damit, dass die Wölbungen (Längs- und Querwölbung) zunächst im Bereich des Mittelfußknochens, später im gesamten Fuß bei Belastung einknicken. Beim Stehen und Gehen wird der Fuß bis zu 2 cm in die Länge gedrückt, d.h. im Schuh nach vorn gepresst. Die Folgen: Zehenverbildungen, Ballenbildungen, Schwellungen und Durchblutungsstörungen.

Senk- und Plattfuß

Aus dem Knickfuß entwickelt sich allmählich ein Senkfuß, schließlich der Plattfuß. Im gesamten Fuß werden Muskeln, Sehnen und Bänder gezerrt. Viele Fußknochen werden aus ihrer Lage gedrückt. Es kommt zu Schmerzen, die sich über Wade, Knie und Hüfte bis in den Rücken ziehen. Nicht selten kann das auch zu Kopfschmerzen führen.

Hammerzehen

Sie entstehen immer dann, wenn übermäßiger Druck unter dem Ballen durch Anziehen der Zehen reflexmäßig ausgeglichen wird. Hammerzehen treten daher oft in Verbindung mit Hallux-Valgus auf. Dabei verdrängt die Großzehe die kleineren Nachbarn und zwingt diese ebenfalls in eine gebeugte Stellung. Risikofaktor Nummer 1: spitze, enge und hochhackige Schuhe.

Fersensporn

Mit zunehmendem Alter senkt sich der Fuß, wird platter. Das führt zu einer Dehnung der Sehnen unter den Füßen. Mögliche Folge: Die Sehnen können sich durch die ständige Reizung entzünden, es können sich Verkalkungen am Knochen bilden. Nicht der Fersensporn schmerzt, sondern die Entzündungsvorgänge in den Sehnen. Methode zur Linderung: Behandlung mit Ultraschallwellen, wie sie bei der Nierenstein-Zertrümmerung angewendet werden.




 

Digitaler Fußabdruck Hier wird deutlich, dass die Fußstellung gerade im Zehenbereich Fehlstellungen aufweist. Der Hauptdruckpunkt liegt im Ballenbereich.




 

Der gleiche Fuß nach 6 Monaten Es ist mehr Entspannung im Zehenbereich zu erkennen und der Druck im Ballenbereich ist besser verteilt und wesentlich niedriger. Die Fußform ähnelt wieder einem Fußabdruck.