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 ANATOMIE
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ein anderer Ansatz

DIE KNIE
 

und wie sie funktionieren...

Das runde Ende des mächtigen Oberschenkelknochens und das Plateau des Schienbeinknochens passen nur schlecht zueinander. Ein aufwändiger Apparat aus Bändern, Sehnen, Knochen und Puffern ist nötig, um Ober- und Unterschenkel überhaupt zusammenzuhalten. Darüber hinaus soll dieses komplexe Gebilde einen festen Stand garantieren, Drehungen erlauben und Bewegungen abfedern. Das Ergebnis: ein geniales Konstrukt – aber leider auch eine Sollbruchstelle.

Bänder: Die seitlich am Gelenk verlaufenden Bänder (Innen- und Außenband) sichern bei jeder Bewegung den Kontakt der Gelenkflächen (von Oberschenkel- und Unterschenkelknochen). Die beiden Kreuzbänder wiederum verhindern eine Streckung des Gelenks über die gerade Stellung hinaus und stabilisieren es bei Rotationsbewegungen.

Muskeln und Sehnen: Sie sind Voraussetzung für die aktive Bewegung des Knies. Die Muskeln enden in Sehnen und sind über sie mit den Knochen verbunden. Bei Anspannung verkürzen sich die Muskeln, die Knochen werden in Richtung der Anspannung bewegt. Gleichzeitig sichert der Muskelzug das Gelenk in seiner Position.

Kniescheibe (Patella): Sie ist der knöcherne Bestandteil der Patellasehne, die den großen Oberschenkelmuskel (Quadrizeps) mit dem Schienbein verbindet. Bei jeder Bewegung „gleitet“ sie über das Gelenk. Fehlte sie, würde sich die Sehne des Oberschenkels wie ein Wollfaden an einer Tischkante allmählich durchscheuern.

Menisken: Ober- und Unterschenkelknochen haben nur an wenigen Punkten Kontakt. Die zwei halbmondförmigen Puffer aus Knorpel-Faser-Geflecht, der Innen- und der Außenmeniskus, gleichen das aus und verteilen so den Druck auf eine größere Fläche.

Knorpel: Der hyaline Knorpel überzieht als 3 bis 5 Millimeter dünne Schicht die Enden des Ober- und Unterschenkelknochens. In Verbindung mit der Gelenkflüssigkeit gestattet er reibungsfreie Bewegungen. Der Knorpel des Erwachsenen besitzt keine Blutversorgung, folglich heilen nur kleine Defekte von selbst. Bei größeren Schäden droht Arthrose.




 



 


Zu viel oder einfach Fehl-Belastung zwingt uns buchstäblich in die Knie.
Dieser bekannte Ausdruck dafür, dass man nachgeben muss, gezwungen wird zur Pause, zur Umkehr oder zur Aufgabe, kommt nicht von irgendwo.

Permanente Überbelastung - nicht nur physisch - übt einen imensen Druck auf die Schultern aus. Man hat "ein Päckchen zu tragen" und neigt sich unbewusst nach vorn. Die Wirbelsäule gleicht tapfer aus. Und jetzt kommt noch ein Quentchen dazu und das Kartenhaus droht an seiner zunächst schwächsten Stelle einzustürzen.

Die Knie geben nach. Man verliert den Stand, die Haltung und ein wieder "Hochkommen" wird schier unmöglich.

Um dauerhaft gesunde Knie zu erhalten, bzw. geschädigte Knie zu entlasten, ist es wichtig, auf soliden Grundsteinen zu stehen und natürlich auch die (gerade psychischen) Belastungen und "Lasten" im Auge zu behalten.

Schleppen Sie nichts, was nicht unbedingt getragen werden muss!

Stellen Sie sich vor, Louis Trenker hätte eine Einbauküche mitnehmen sollen....

Machen Sie sich frei von Ballast anderer und schauen Sie vor sich beim Gehen - nicht unter sich.